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PHP World Kongress – Keynote – PHP6 ist tot es lebe PHP6

Am 24. und 25. November fand im Konferenzzentrum München der PHP Worl Kongress statt. Über die einzelnen Sessions werde ich später noch schreiben, zuerst aber ein Bericht über die Keynote.

Diese wurde von Pierre Joye gehalten. Pierre ist einer der Kernentwickler von PHP, seit September 2008 bei Microsoft beschäftigt und hier der Teamleiter der PHP Core Entwickler. Dort ist er für die Stabilität und Performance der PHP-Windows-Versionen verantwortlich.

Und er begann seinen Vortrag mit einem Paukenschlag. Seine Aussage: PHP6 wird es nie geben. Er relativierte seine Aussage zwar dahingehend, dass es PHP6 wohl schon irgendwann in irgendeiner Form geben wird, aber das die aktuell zum Download angebotene Version 6 nie einen finalen Status erreichen wird.

Er zeigte den bisherigen Verlauf der Entwicklung seit PHP4 mit den verschiedenen Versionen auf und die Probleme die bei der Entwicklung dieser Versionen immer wieder aufgekommen sind. Diese zum Teil chaotische Entwicklung hatte beim aktuellen Stand der PHP6 Version zur Folge, dass niemand mehr so recht weiß wo man eigentlich steht. Momentan ist man der Meinung, dass der PHP6 Zweig komplett gelöscht wird und für eine spätere Version 6 neu geplant werden muss. Stattdessen möchte man die 5er Reihe weiter entwickeln und jährlich eine neue Teilversion in Form von 5.4, 5.5 herausbringen.

Mit diesem Teil seines Vortrages hat Pierre wohl die meisten Anwesenden überrascht. Aber natürlich waren diese Punkte nicht der einzige Bestandteil seiner Keynote. Es folgte eine kurze Vorstellung über die wichtigsten neuen Funktionen in PHP 5.3. Die Funktionen ifsetor, intl, enchant, lsb, phar oder late static binding wurden ebenso wie die neuen Namespaces von ihm kurz angerissen.

Als kleiner Tip noch folgender Hinweis von ihm. Sollte man mit dem Manual auf php.net nicht zurecht kommen oder die enthaltenen Informationen nicht oder noch nicht ausreichend sein, soll man doch auf http://wiki.php.net/rfc nach schauen. Hier werden die Grundlagen und die Entstehung einer Funktion genau aufgeführt und zum Teil mit detaillierten Anwendungsbeispielen erklärt.Zum Abschluss stellte er noch die Frage in den Raum, ob in Zeiten wo es Anwendungen gibt, die nur in Javascript erstellt sind, es einen Hype auf Anwendungen gibt die Apps heißen oder nur in den Wolken funktionieren, es noch eine Zukunft für die Programmiersprache PHP gibt. Es waren sich aber alle Anwesenden einig das die Verwendung von PHP noch lange Zeit viele sinnvolle Anwendungen hervorbringen wird und PHP noch lange nicht zum alten Eisen gehört.

Aufgrund seiner langjährigen Arbeit für PHP und aktuell als Mitarbeiter von Micosoft zeigt er deutlich, dass man heutzutage keine Scheuklappen mehr haben sollte sondern ohne Probleme auch über den Tellerrand schauen darf. Das Feindbild Microsoft scheint sich abzuschwächen: Weil sich Microsoft öffnet oder öffnen muss oder vielleicht auch deswegen weil Microsoft als “Feindbild” nicht mehr alleine steht. Wer vor kurzem auf der deutschsprachigen PHP-Mailingliste die Beiträge zu einem möglichen Umzug der Liste nach Google Groups gelesen hat merkt, dass auch gegenüber anderen Firmen große Bedenken zu finden sind. Das gleiche gilt bestimmt auch für die Firma mit dem angebissenen Apfel. Nicht jeder findet einen weißen Computer schön oder muss weiße Ohrhörer tragen wenn er auf die Straße geht.

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Certified TYPO3 Integrator – wir sind zertifiziert

TYPO3-ZertifizierungSucht man in Google nach TYPO3-Agentur Stuttgart erhält man derzeit knapp 24.000 Treffer – bundes- oder gar weltweit sind es natürlich noch viele, viele mehr. Manch ein Interessent fühlt sich hier möglicherweise wie der “Ochs’ vorm Berg”, denn Google beantwortet in den Suchtreffern leider nicht, welche dieser vielen Agenturen auch wirklich TYPO3-Kompetenz haben und welche vielleicht weniger. Um dem entgegenzuwirken wurde auf vielfachen Wunsch von TYPO3-Agenturen und TYPO3-Anwendern vom TYPO3-Certification-Team eine Zertifizierung für den “TYPO3-Integrator” entwickelt, bei welcher das TYPO3-Fachwissen geprüft wird (5x TYPO3 in einem Satz muss manchmal sein :-)).

Die allererste Zertifizierungsprüfung überhaupt fand am 17. November 2008 im Münchener Gasteig statt und ich war einer der zahlreichen Teilnehmer. Bei den schriftlichen Multiple-Choice-Fragen wurde vor allem das TypoScript-Fachwissen und Kenntnisse zur Installation von TYPO3 und dessen (Rechte-)Verwaltung geprüft. Aber auch sicherheitstechnische und allgemeine Fragen zu TYPO3 waren Teil der Prüfung (einen kleinen Überblick geben die Beispielfragen auf certification.typo3.org). Wer an einen der kommenden TYPO3-Zertifizierungen teilnehmen möchte, dem empfehle ich zur Vorbereitung vor allem die TypoScript-Referenz und die TypoScript-Config. Fragen zu TYPO3-Extensions wie z.B. TemplaVoila sind nicht Teil dieser Zertifizierung.

Insgesamt 48 Personen, die auch auf der offiziellen TYPO3-Certification-Seite gelistet werden, haben diese erste Zertifizierung bestanden. Da auch ein gewisser “Christoph Mayer, Germany” in dieser Liste auftaucht, darf ich mich ab sofort mein ganzes (hoffentlich noch sehr lange dauerndes) Leben lang “TYPO3 Certificated Intergrator” nennen. :-)

Systems 2008 + InternetWorld, München 21.10.2008

Da sind wir also – auf der letzten Systems überhaupt. Der Gang durch die 5 Hallen macht das dann im Nachhinein verständlich.
Kein pompöses Aufmarschieren der IT-Firmen, sondern sachlich und eher bescheiden sehen die Stände in diesem Jahr aus. Selbst Big-Blue macht einen fast gemütlichen Eindruck, und auch die Standbesetzung macht einen durchweg kompetenteren Eindruck als manche Jahre zuvor.
Allerdings waren die Besucherzahlen an diesem Dienstag sicher nicht das was sich der einzelene Aussteller gewünscht haben dürfte.

Wir haben unter anderem unseren Server-Lieferanten Thomas-Krenn  besucht und dabei über die Entwicklungen im Server- und Storage-Bereich gesprochen. Der Trend geht in Richtung SAN-Lösungen und möglichst umfangreiche Virtualisierung. Das Thema Energieeffizienz wird ebenfalls stärker “beleuchtet”.

Auf der Suche nach Tools zur Inventarisierung sind wir ebenfalls fündig geworden und nun steht da wie häufig ein Austesten an – schließlich wollen wir eine Eierlegende Wollmilchsau was dieses Thema angeht.

Für den fachkundigen Besucher ein Leichtes die 5 Hallen an einem Tag zu schaffen – und ohne dabei das Gefühl zu haben etwas verpasst zu haben. Das war dann wirklich angenehm.
Das die morgendliche Hallenluft dem ein oder anderen ;) arg zusetzt und man den Eindruck gewinnt, man sollte noch ein Päckchen Frischluft mit reinnehmen – das ist dann doch verwunderlich.

R.I.P. Systems

Wir haben dann noch einen kurzen Sprung auf die InternetWorld Fachmesse gemacht.
War ebensowenig los, jedoch gute Vortragspanels im Fachmessebereich.

Google AdWords Academy, München, 26.06.2008

NETFORMIC auf der Google Academy 2008

Als Internet-Agentur gehört auch das breite Feld des Online-Marketings mit seinen vielen Ausgestaltungsmöglichkeiten zu unserem Portfolio. Es reicht vom Consulting zum Thema Online-Marketing über die konkrete Umsetzung zur Suchmaschinenoptimierung bis hin zur Erstellung von Produktdaten für Preissuchmaschinen oder Werbemittel für das Affiliate-Marketing. Und über all das ziehen wir noch ein Web-Controlling, so dass nur „Fakten, Fakten, Fakten“ von Relevanz sind und somit der gute alte schwäbische Spruch „dees g’hört so“ keinerlei Relevanz mehr besitzt.

Aber auch wir sind in unserem Handeln immer vom Markt und somit vom Wettbewerb abhängig. Allerdings müssen wir uns erst in zweiter Linie um den Wettbewerb des Kunden kümmern. Für das Online-Marketing bei NETFORMIC ist unter Anderem der Wettbewerb von Suchmaschinen, Preissuchmaschinen oder Affiliate-Marketing-Betreibern untereinander wichtig. Wenn wir ihre Arbeitsweise besser verstehen oder in manchen Fällen zumindest erahnen können, dann sind wir in der Lage das in Projekten auch umzusetzen. Und ein Name taucht dort immer wieder auf: Google. Komisch, da wäre jetzt keiner drauf gekommen.

Aber Google integriert auch die Internet- und Online-Agenturen. Und so fand am 26.06.2008 die zweite Google AdWords Academy in München statt. Als Google AdWords Company sind wir dieser Einladung wie viele Kollegen anderer Agenturen gerne gefolgt. Aber Vorsicht: Der Name ist nicht gleich Programm. Google AdWords nahm zwar einen großen Teil der Veranstaltung ein, aber mit so Themen wie „Optimierung mittels Google Analytics“, „Google Webmaster Tools“ oder der „Werbung auf Youtube als Werbung der nächsten Generation“ hat man sich hier gar nicht erst auf Scheuklappen eingelassen, sondern die Veranstaltung auch in Richtung weiterer Google Anwendungen sehr weit geöffnet. Aber das verwundert ja auch nicht, schließlich tanzt Google auf vielen Hochzeiten des Online-Marketings.

Für Google AdWords wurden viele neue, angepasste oder modernisierte Anwendungen vorgestellt. Hier muss man ein bisschen weggehen von dem traditionellen „ich-habe-einen-Google-Account“ und einfach mal den ein oder anderen Mechanismus des klassischen Marketings in seine Überlegungen übernehmen. Dazu passen die folgenden Beispiele der Google AdWords Academy:

Gadget-Werbung:
Nehmen wir an, wir haben die Internetseite eines Reiseveranstalters vor uns. Irgendwo auf dieser Site gibt es ein Formular, in dem Reisedatum, Reiseort und Preis eingetragen werden können. Wir bekommen als Suchergebnis alle Reiseangebote, die dieser Anbieter zurzeit zur Verfügung hat. Gehen wir aber mal einen Schritt weiter, denn noch befinden wir uns auf der Site des Reiseveranstalters. Was wäre, wenn ich diese Anfrage nicht nur auf seiner Site, sondern auf vielen Sites im Internet machen kann? Genau in diese Richtung gehen die Google Gadgets. Die Interaktion mit dem Kunden, am besten noch mit einem realen Nutzen, steht im Vordergrund. Das Anfrageformular wird in ein Gadget umgewandelt und kann so auf jeder beliebigen Site als Werbemittel eingebunden werden, die individuelle Homepage von „iGoogle“ inklusive. Haben wir gerade über einen Reiseveranstalter gesprochen? Man kann das Ganze auch auf viele weitere Stufen ziehen und plötzlich ist das Hotel um die Ecke mit im Boot. Die Anwendungsvielfalt ist enorm, deshalb werden wir hoffentlich in den nächsten Tagen hierzu die ersten Feldversuche einrichten und auch eine Diplomarbeit bei NETFORMIC haben, die zusätzlich um den Faktor „Mobile“ erweitert sein wird. Das ist schon in der Planung, der betreuende Professor hat nicht nur seinen Segen gegeben, sondern ist von dem Thema schlichtweg begeistert.

Saisonale Events:
Jeder kann sich vorstellen, dass in diesen Tagen der Suchbegriff „EM 2008“ oder „Fußballeuropameisterschaft“ bei einer Suchmaschine wie Google häufig eingegeben wurde. Mal von den vielen Suchkombinationen abgesehen, die sich aus diesen Begriffen ergeben. Herzlichen Glückwunsch übrigens an die deutsche „Fußball Nationalmannschaft“ zur „Vizeeuropameisterschaft“. Ups, das könnten ja gleich zwei gängige Keywords in diesem Tagen sein, aber leider kann man das erst später herausfinden, wenn Google die aktuellen Begriffe des Vormonats veröffentlicht. Später herausfinden heißt aber auch, dass man auf ein vergangenes Event nicht mal mehr reagieren kann, sondern das Ergebnis einfach so hinnehmen muss. Von Agieren ist hier keine Rede. Und genau das war ein Themenschwerpunkt in diesem Block bei der Google AdWords Academy. Anhand von einigen Praxisbeispielen wurde gezeigt, dass saisonale Events wie Weihnachten, Muttertag, Olympia oder Sommerurlaub ihre eigentlichen Höhepunkte bei den Suchanfragen schon weit vor dem eigentlichen Termin haben. Jeder mit der Einstellung „ich-kaufe-das-weihnachtsgeschenk-am-23.12“ kann jetzt getrost weghören, er wird es nicht verstehen. Und jeder, der den November für ausreichend hält um eine Aktion zu starten befindet sich ebenfalls auf der Verliererstraße. Der Vorlauf beträgt je nach Event mehrere Monate und das Ziel ist es, einem möglichen Kunden einfach mal zu zeigen, dass eine Website nicht nur aus Produkten und Dienstleistungen besteht. Man muss dem Kunden zeigen, dass hier jedes Event gelebt wird und dieses sich in den Angeboten einer Site oder eines Shops widerspiegelt. Die Website wird ein lebendiger Faktor, der genauso auf Fußball oder Weihnachten ausgerichtet ist wie die Gedanken der Menschen, die die Site besuchen. Denn nur das schafft Vertrauen, das schafft Zusammenhalt. Wenn man darüber hinaus auch noch so offen ist mit einer eigenen Community am Start zu sein, in der sich die Menschen über ihre Anliegen und Wünsche äußern können, dann schafft man Loyalität und Zusammengehörigkeit. Ach übrigens, auch dieses Thema ist derzeit ein angehendes Diplomarbeitsthema bei NETFORMIC. Und noch mal „ach übrigens“: Wir nehmen gerne Wetten an, dass Weihnachten in diesem Jahr am 24.12. sein wird.

Content-Netzwerk-Werbung:
Das Content-Netzwerk scheint eine echte Plattform für Google in der Zukunft zu werden. Zum einen merken wir es als Agentur an der Fülle von neuen Werbe- und Auswertungsmöglichkeiten im Google Interface. Zum anderen hat man dem Thema einen ganzen Block während der Google AdWords Academy gewidmet. Aber da macht ja auch Sinn. Im herkömmlichen Google Werbenetzwerk kann man Textanzeigen schalten. Im Contentnetzwerk kann man Banner, Videos, Mobile oder sogar Google Maps Anzeigen schalten. Jeder Affiliate Marketing Anbieter müsste da schon ein bisschen Angst bekommen, aber wieder einmal lebt Google einfach Innovation vor. Was heißt das: Jeder, der auf seiner Site Google AdSense integriert hat, wird in den nächsten Monaten immer mehr Möglichkeiten zur Integration von Werbung á la Google haben. Er wird nicht mehr nur auf Textwerbung angewiesen sein (der Ehrlichkeit halber sei erwähnt, schon heute gibt es da mehrere Formen von Werbeformaten), sondern ihm steht eine Fülle an verschiedenen Werbemitteln zur Verfügung. Jeder, der wie NETFORMIC heute schon die Content-Werbung einsetzt weiß, dass man viele Impressionen und vergleichsweise wenige Klicks mit dieser Art der Online-Werbung erhalten kann. Das bedeutet: Die CTR (Click-through-Rate, das Verhältnis zwischen Veröffentlichung der Anzeige und Klick auf die Anzeige) ist im Vergleich zum Google-Werbenetzwerk immens schlecht. Zu vielen Impressions stehen zu wenige Klicks einer Anzeige gegenüber. Aber die neuen Werbemittel und deren Formate könnten ja Abhilfe schaffen. Und die Google-Gadget-Anzeigen gehören genauso dazu wie die Werbung mit Videoanzeigen. Ach übrigens (die dritte), hier haben wir noch keine Diplomarbeit, Anfragen von Studenten auf der Suche nach einem Thema für die Diplomarbeit sind herzlich willkommen.

Soweit zur Google AdWords Academy, die in diesem Jahr zum zweiten Mal ausgetragen wurde. Übrigens: Die Zusammenfassung gibt es auch in kurz: Arabell-Sheraton-Hotel in München als Veranstaltungsort hat fünf Sterne und das Essen war sehr lecker.


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